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Die Seuchenvögel oder was macht man mit unliebsamen Mitbringseln

Ich bin keine Medizinerin und kann nicht beurteilen, worin der Sinn und Unsinn darin besteht, dass Kinder gerne alle möglichen Infekte mit nach Hause bringen. Der Grund ist klar! Viele Infekte werden bereits übertragen bevor erste Symptome auftreten. Dazu nehmen viele Eltern Krankheiten nicht ernst und stecken ihre Kinder trotzdem mit anderen Kindern zusammen - obwohl sie möglicherweise besser Zuhause bleiben würden. Die Gründe sind sicher vielfältig. Vielleicht weil sie auf die Kinderbetreuung angewiesen sind, vielleicht auch weil sie denken, dass das schon nicht so schlimm sei. Ich mag das an dieser Stelle nicht bewerten. Ich gebe zu, eine Rotznase hält uns auch nicht davon ab, ins Kinderturnen oder auf Kindergeburtstage zu gehen. Mir hat mal eine Kinderkrankenschwester gesagt, dass es eigentlich sogar gut sei, Kinder mit leichten Infekten zu konfrontieren, so bauen sie ein starkes Immunsystem auf. Wie gesagt, ich bin keine Medizinerin und werde das hier nicht beurteilen.

Die viel wichtigere Frage ist: Was macht man, wenn es einen erwischt hat. Meine große Tochter war das erste Jahr kaum krank, da sie auch kaum mit anderen Kindern zusammen war. Bei ihr ging das dann richtig los, als sie regelmäßig in die Kinderbetreuung ging. Bei meiner kleinen Tochter kam der erste Infekt als sie 2 Wochen alt war! Meine Hebamme beruhigte mich und sagte, dass das nicht schlimm sei und sich die Kleine schon erholen wird. Doch ich hatte echt Angst! Sie war noch so klein... Die Rotznase war so schlimm, dass der Schleim sich sogar aus den Augen drückte... Das einzige, was wir machen konnten, war, dass wir Engelwurzelbalsam auf die Nasenflügel auftrugen und mit einem Nasensauger arbeiteten. Wir bestellten so ein Ding für den Staubsauger! Ich hab mich ja echt am Anfang dagegen gewehrt, an die Nase meines Neugeborenen einen Sauger anzuschließen, aber es hat echt geholfen. Unter Aufsicht meiner Hebamme habe ich so den Schleim aus der Nase gesaugt - und da kam echt einiges raus. Meine Bedenken waren auch unnötig. Dem Kind ist kein Schaden zugefügt worden - im Gegenteil. Das Thema Erkältungen und Rotznasen macht uns inzwischen auch keine Angst mehr 😉

Was übrigens auch gut geholfen hat ist Kochsalzlösung. Ich habe in einem Einmachglas 500 ml gekochtes Wasser mit einem Teelöffel Salz aufgelöst. Das kann man eine Woche in dem Einmachglas aufbewahren. Damit und einem Wattestäbchen haben wir regelmäßig die Nase sauer gemacht. Das geht übrigens auch gut mit Muttermilch. Und mit der Kochsalzlösung haben mit einer Spritze auch regelmäßig Nasenspülungen gemacht. Sprich: Wir haben etwa 5 ml vorsichtig in die Nasenlöcher gespritzt. Wenn man das vor dem Absaugen macht, kommt auch gleich noch besser der Rotz raus. Ist echt ein eckliges Thema, aber wichtig. Kinder in dem Alter atmen vorwiegend durch die Nase und man braucht keine Phantasie um sich vorzustellen, was passiert, wenn sie zu ist. Auch plötzlicher Kindstod ist in diesem Zusammenhang ein Thema. Die Wahrscheinlichkeit steigt bei Erkältungen.

Was mich außerdem immer in Angst und Schrecken versetzt ist Magen-Darm. Das erwischte uns jetzt aktuelll und ich muss sagen, mit einem 5 Monate alten Kind ist das wirklich eine Herausforderung. Wir haben die Kleine gut im Auge behalten und sie hat zum Glück immer kräftig getrunken. Aber der Durchfall und das Erbrechen hat mich total in Panik versetzt. An dieser Stelle kann ich Lacteol empfehlen, das hat wirklich was gebracht. Und wir gaben ihr Wasser mit etwas Traubenzucker drin. So ist zumindest nicht dehydriert. Die Kinderärztin hat unsere Taktik übrigens voll unterstützt. Das einzige was man machen kann, ist, dafür zu sorgen, dass das Kind genug Flüssigkeit im Körper hat. Besonders wenn sie noch so klein sind. Der Durchfall kann nämlich bis zu zwei Wochen andauern. So lange kann der Darm brauchen bis er sich erholt hat! Echt erschreckend... Das Faszinierende ist übrigens, dass unsere Kleine nie die gute Laune verloren hat. Echt beeindruckend dieses kleine Würmchen.

Ich mag hier keine Werbung machen, doch ich möchte meine Erfahrungen auch weitergeben. Unsere Hebamme empfahl uns Bigaia (D3 mit Lactobacillen). Unsere Kleine bekommt ja sowieso ihre D3 Tabletten bis sie zwei Jahre alt ist. So wird es auch von den Kinderärzten empfohlen. Das Bigaia hat uns aber bei unserer Großen geholfen, die eine zeitlang häufig, besonders von Magen-Darm-Infekten, geplagt war. Seitdem sie das nimmt geht es hier deutlich besser und sie ist signifikant weniger krank. Ob wir das auch im Sommer weitergeben, werden wir noch entscheiden. Aber im Winter, wenn man doch nicht so häufig draußen ist und weniger D3 auf natürlichem Weg aufnimmt, hat es uns echt was gebracht.

Unterm Strich kann man sagen, die Seuchen gehören dazu und im Prinzip heißt die Devise Augen zu und durch! Meistens ist es so, dass die Kinder kurze Zeit heftig krank sind, aber schnell wieder auf den Füßen sind - zum Glück! Aber mich als Erwachsene erwischt es häufig viel schlimmer und länger. Doch das ist ein anderes Thema...


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